Bewegte Momente

Visionen
Die Idee einen Gesundheitstag im Zentrum zu veranstalten, bestand schon lange in unseren Köpfen.
Katharina Hemesath hat seit
Gründung, ihre Vision einen Ort für Gesundheit zu schaffen und dieses mit vielen Menschen zu feiern, belebt.
Mit unseren Netzwerkpartnern aus den Bereichen Gesundheit & Fitness gab es professionelle Vorträge zu den Themen:
- Fußgesundheit
(Katharina Hemesath)
- Resilienz & Meditation
(Sabrina Jürgensen & Florian Kriegisch)
- Schmerzen durch
falsche Körperhaltung
(Jan Baumhof)
- Beckenboden
(Anna Steinbach von Mrs. Sporty)
- Selbstverteidigung
der Kampfkunstschule ISMA
- Super Patches
(Sabrina Jürgensen & Katharina Hemesath)
Im Zentrum wartete Clever Fitness mit einem persönlichen Fitnesscheck,
Mrs. Sporty mit Terminen für den Pelvi,
Golf für Menschen mit Handicap vom Golfplatz Gut Clarenhof
vertreten durch Saskia Treeck
und Local Aid Rhein - Erft
lernen Leben zu retten.

1. Gesundheitstag
im Gesundheitszentrum
Kierdorf am 29.03.2025
Der Tag war einfach nur fantastisch das Wetter schickte Sonne, der
Ablauf problemlos und pünktlich, eine emotionale Begrüßungsrede, stabile Technik, zuverlässige
helfende Hände, vollbesuchte
Vorträge und Workshops und vor
allem unsere interessierten
Besucher, die wir informieren und begeistern konnten.
Ein großer Dank geht an den Besuch unserer Bürgermeisterin Carolin Weitzel sowie unseren geschätzten Knut Walther, die unsere Einladung wahrgenommen haben.

"Sei du selbst die Veränderung, dir du dir wünschst
für diese Welt"
Mahatma Gandhi
Ich kann nicht die ganze Welt
verändern aber ich kann für diesen
einen Menschen, der meine
ergotherapeutische Unterstützung benötigt, seine Welt ein Stück verändern.
Wir haben den ersten
Gesundheitstag bei uns im Zentrum bei Kaffee & Kuchen genossen und alle Einnahmen aus dem Verkauf gingen an die
Roggendorfer Kinderhilfe e.V.
in Kierdorf.
Wir konnten einen Scheck über 640€ übergeben und ein kleines Stück zur Unterstützung der wundervollen
Arbeit dieses Vereins beitragen.
Die Freude bei der Übergabe war auf beiden Seiten sehr groß.

Marianne & Bob
Seit Bobs erstem Arbeitstag im Zentrum sind sie ein
gutes Team. Marianne teilt aus und Bob steckt ein.
Beide haben ein Handicap.
Bob hat keine Arme und Marianne hat Parkinson.
Marianne hält sich fit mit Ergotherapie, Physiotherapie,
Logopädie, Qi - Gong, Golf, Bogenschießen und ihrem unfassbar offenem Geist in alle Richtungen zu schauen und Neues auszuprobieren..
Persönliche Anmerkung:
Die Therapieschwerpunkte für Parkinson Erkrankte
zeigen immer wieder Trends auf wie Singen, Tanzen, Boxen oder momentan Tischtennis.
Wie bei allen Erkrankungen und mit der
Berufserfahrung von über 20 Jahren, sage ich immer:
„Die Mischung macht es!“
#fightparkinson

Fortbildung
Eine Woche mit Jean Langfeld, Boxtrainer, Personal- & Reha-Trainer im Boxring zur Ausbildung
zur Boxtrainerin für Patienten mit Parkinson bei Box-Kultur in Berlin
Warum Boxen?
Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung.
Die „Bedienung“ des Körpers besonders Muskulatur und Motorik ist auf neuronaler Ebene aus dem Gleichgewicht geraten, was vielerlei Symptome und Probleme nach sich zieht. Ein Bestandteil der Therapie kann Boxen sein.
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass das Boxen bei Parkinson sich nicht nur positiv auf den Körper,
sondern auch auf den Geist auswirkt. Eine Steigerung des Selbstwertgefühls und Selbstsicherheit werden erreicht, Stress wird abgebaut und man kann so symbolisch gegen die Krankheit ankämpfen.
Im Boxtraining kombinieren wir bei Parkinson, Grundlagen aus dem Boxen mit einem Gleichgewichtstraining.
Dabei müssen Schlag- und Schrittkombinationen richtig kombiniert werden. Damit erreichen wir eine Kombination aus einem motorischen und kognitiven Training, was gerade bei Parkinson eine äußerst effektive Wirkung hat.
Das Training ist für jeden geeignet und ist für jeden Leistungsstand anpassbar.
Die Parkinsonstiftung hat dazu die Aktion #fightparkinson ins Leben gerufen.

Liebe zum Beruf
Ich wurde vor langer Zeit gefragt ob ich zufrieden bin in meinem Beruf.
"Ja, bin ich und ich würde nie etwas anderes machen wollen", war meine Antwort.
So wie mein Vater immer gesagt hat, "jede Medaille hat zwei Seiten", hat mich nicht nur das sondern auch mein Beruf gelehrt, das jeder seine Geschichte hat und diese Lebensgeschichte einen prägt und es immer einen Grund für sichtbares oder nicht sichtbares Verhalten gibt.
Und was machen wir Menschen? Vor allem viel zu schnell vor-urteilen wenn jemand eine Einschränkung oder Behinderung hat, egal ob offensichtlich oder versteckt.
Es lohnt sich, sich Zeit zu nehmen und Menschen kennenzulernen und sie nicht durch einen Eindruck zu beurteilen sondern mit allen Facetten wertzuschätzen.
Ein Patient von mir ist irgendwann auf den Rollstuhl angewiesen gewesen. Was ist passiert? Er ist von "Freunden" und ehemaligen Arbeitskollegen übersehen worden.
Was wäre denn, wenn sich ihr Schicksal wendet? Was würden sie sich von ihren Mitmenschen wünschen? Vorurteile oder Unterstützung?
Ich glaube, das wir alle großen Nachholbedarf im Umgang mit Behinderungen haben.
Sprechen sie es an, seien sie ehrlich und fragen nach.
"Du ich bin unsicher, wie ich mit der neuen Situation, du im Rollstuhl umgehen soll".
Einfacher gehts nicht.
Was ich aber vor allem noch gelernt habe in den Jahren als Ergotherapeutin, es ist nie zu spät für Veränderung.

Selbsterfahrung
Ein wichtiger Teil in unserer Ausbildung ist die Selbsterfahrung, erfahren und nachvollziehen wie könnte mein Alltag sein wenn man eine Einschränkung hat.
Nach der Selbsterfahrung kommt direkt die Reflexion darüber, ich glaube wir Ergotherapeuten machen nichts anderes als beobachten, erfahren und reflektieren. ; )
Absolut zu empfehlen das "Dunkelexperiment" im
Museum auf Fehmarn, dort gibt es einen guten Einblick
in den Alltag mit Handicap.